Zen-Geschichte

Ein alter buddhistischer Meister wurde einmal gefragt, wie er zu seinem tiefen, inneren Frieden und zu seiner Ruhe gekommen sei. Er antwortete: „Wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich Tee trinke, dann trinke ich Tee, und wenn ich aufstehe, dann stehe ich auf.“

Und sein Schüler antwortete: „Aber Meister, das mache ich doch ganz genauso. Ich sitze, ich trinke Tee und ich stehe wieder auf.“ „Nein,“ antwortete der Meister, „wenn Du sitzt dann trinkst Du in Gedanken schon Tee, und wenn Du Tee trinkst, stehst Du in Gedanken schon wieder auf, und wenn Du aufstehst, bist Du in Gedanken schon wieder beim Nächsten.“

 Eine chinesische Legende erzählt über den Ursprung von Qigong

Vor langer Zeit, da saß ein Mensch auf dem Gipfel eines Berges und beobachtete still die Natur. Er fühlte sich so beseelt von den Bewegungen der Natur, dass er spontan zu tanzen begann, indem er all jene Elemente in der Natur, die er leicht erfassen konnte, in ihren Bewegungen nachahmte. Er öffnete sich vollkommen den Kräften der Natur – er wurde eins mit ihnen: Himmel, Erde, Feuer, Wasser, Bäume, Wolken, Vögel.
Sein Tanz beglückte ihn so sehr, dass sein ganzes Wesen sich verwandelte. Erfüllt von innerer Freude und Dankbarkeit, gab er jeder Bewegungsfolge einen Namen: Mit dem Regenbogen tanzen, Wolkenhände, Wie ein Seeadler fliegen, Stehen wie ein Baum, Der schwimmende Drache… So wurde dieser Mensch zum Schöpfer des Qigong-Tanzes.

Das Eins Werden mit den natürlichen Bewegungen in uns und in der Welt kann jeden Augenblick und überall stattfinden. Jeder kann der Tänzer und der Tanz seines Lebens sein.

Yin Yang